Neujahrsempfang 2013 der SPD Eschollbrücken-Eich

Veröffentlicht am 14.01.2013 in Ortsvereine

"Wir in Pfungstadt machen das so ..."

Eine große Besucherzahl war der Einladung der SPD in Eschollbrücken-Eich zum traditionellen Neujahrsempfang gefolgt, den der Ortsbezirk seit Jahrzehnten veranstaltet.

Vorsitzender Gerhard Geiß begrüßte zahlreiche Einwohner und Gäste aus Organisationen, Verbänden, Vereinen, Kirchen und Politik aus Pfungstadt und aus Nachbargemeinden.

Im Rückblick auf 2012 hob Geiß besondere lokale Ereignisse hervor, so zum Beispiel den Osterspaziergang der SPD mit großer Beteiligung von Eltern und ihren Kindern. Dazu gehört auch das im Stadtteil fest etablierte jährliche Waldfest der SPD zum 1. Mai mit seinen zahlreichen Besuchern aus Pfungstadt und Umgebung, das in diesem Jahr wieder durchgeführt werden soll.
Als besonderen Höhepunkt nannte Geiß das 40-jährige Jubiläum der SPD in Eschollbrücken-Eich, das gebührend gefeiert wurde. Die Teilnahme am Weihnachtsmarkt war für den Ortsbezirk ein angenehmer Abschluss des Jahres 2012. Allen Helfern, die zum Gelingen der Veranstaltungen beigetragen hatten, dankte Geiß besonders herzlich.

Auch Vorgänge, die in 2013 noch anstehen, beschäftigen den Ortsbezirk. So warten alle auf die Fertigstellung des Schulneubaus und auf die zügige Bereitstellung neuer Baugebiete. Daneben will die SPD die weitere Ortsentwicklung gemeinsam mit den Bürgern und Vereinen zukunftsorientiert gestalten.
Ganz besonders aber liegt der SPD in Eschollbrücken-Eich die Verkehrsberuhigung im Bereich der Crumstädter und Darmstädter Straße mit Blick auf Lärm und Gefahren am Herzen. Amtliche Prognosen stellten eine Steigerung des Verkehrs in Aussicht. Geiß rief dringlich dafür auf, dass es keine Spaltung in zwei Lager mit unterschiedlichen Interessen zur Lösung geben dürfe. Hier ginge es um Kinder und ältere Mitbewohner, die täglich den Verkehrsgefahren ausgesetzt wären und um unerträglichen Verkehrslärm für die Anlieger. Er appellierte an alle Beteiligten, hieran bei den Planungen zu denken.
Mit dem Zitat Goethes "Wenn ein Jahr nicht leer verlaufen soll, muss man beizeiten anfangen" wünschte Geiß allen Gästen ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr.

Dann begrüßte er Patrick Koch als Gastredner, der als Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Darmstadt-Dieburg der Einladung gerne nachgekommen war und allen Gästen auch seine guten Wünsche für 2013 aussprach. Ganz besonders wünschte er allen Gesundheit, die aus seiner Sicht im persönlichen Bereich einen deutlich höheren Stellenwert als der Politikbetrieb habe. Als Kandidat der SPD für die 2013 bevorstehende Bürgermeisterwahl führte Koch in seinem Rückblick auf 2012 aus, dass er in Pfungstadt viele schöne Momente erlebt habe und dass er durch zahlreiche interessante Begegnungen viel über Pfungstadt und die Pfungstädter gelernt habe.
In fast 300 Terminen bei Vereinen, Organisationen und deren Aktivitäten konnte er Pfungstadt und die Menschen kennen lernen, bei jedem Besuch habe er sich hier wohler gefühlt.

Inzwischen beschäftige er sich intensiv mit zahlreichen Themen der Stadt und verstünde bei vielen Dingen, worum es ginge. Seine eng gewachsene Beziehung zu Pfungstadt sei ihm im Herbst 2012 in seiner Heimatgemeinde Otzberg bewusst geworden, wo ihm als SPD-Fraktionsvorsitzender raus rutschte: "Leute, das ist ja alles gut und schön - aber WIR in Pfungstadt machen das so ...". Da habe er gewusst, es sei Zeit, einen Schnitt zu machen. Zum Jahresende 2012 habe er sein Mandat in der Gemeindevertretung Otzberg abgegeben, um sich vollständig auf Pfungstadt konzentrieren zu können. Hierzu bekam Koch von den Zuhörern langen Beifall.

Dann erklärte er seine Ideen zur Gestaltung der Zukunft in Pfungstadt. Für junge Familien sei es heute unabdingbar, sogenannte "U3"-Betreuungsplätze anzubieten, damit heute Mann UND Frau ihren Berufen nachgehen könnten. Die Entscheidung für eine entsprechende Kinderbetreuung sei richtig und wichtig, er wolle sich für weitere Verbesserungen einsetzen. Pfungstadt sei fast so arm "wie eine Kirchenmaus", so sei die Stadtkasse den Narren beim Sturm aufs Rathaus übergeben worden.
Aber man sei nicht handlungsunfähig im Vergleich mit vielen Städten, die keinen Spielraum mehr hätten. Dennoch sei Pfungstadt zum Sparen gezwungen, nicht nur wegen der allgemeinen Finanzkrise sondern auch, weil die hessische Landesregierung einem Raubritter gleich ständig in die Kassen der Kommunen greife.

So müsse Pfungstadt künftig Einsparungen vornehmen, die allgemein spürbar würden. Hierzu müssten alle Parteien konstruktiv zusammenarbeiten, mit knappen Mehrheiten sei das dauerhaft nicht durchzuhalten. Dieses Ziel möchte er im Konsens erreichen. Es sei wichtig und ganz entscheidend, dass dafür alle an einem Strang ziehen, in dieselbe Richtung. Dafür müsse es heißen "Erst die Stadt - dann die Partei".
Das politische Klima in Pfungstadt beurteile er so, dass man das schaffen könne, Pfungstadt sei nach wie vor eine starke Stadt, in der man gemeinsam ohne Denkverbote den Haushalt in den Griff bekommen könne.
Obwohl alles auf den Prüfstand müsse, wüsste er genau, wo er gerne Prioritäten setzen und nicht sparen wolle: bei der Vereins- und Sportförderung, was ganz klar eine klassische freiwillige Leistung der Stadt sei. Die rund 250.000 Euro für diesen Zweck seien eine wichtige Investition in das freiwillige ehrenamtliche Engagement. Kürzungen in diesem Punkt seien schädlich, eine Sanierung des Haushaltsdefizits sei damit nicht möglich, jeden dafür aufgewendeten Euro bekäme die Gesellschaft vielfach zurück. Hier werde es mit ihm keine substanziellen Änderungen geben, die Stadt werde dabei ein verlässlicher Partner bleiben. Das sei seine Position aus Überzeugung - kein Wahlversprechen.
Teure Wahlversprechen werde er keine abgeben.
Kostenlos seien allerdings Transparenz und Offenheit und ein neuer Zusammenhalt in der politischen Führung der Stadt mit einem fairen Umgang. Er wolle immer offen für alle Ideen sein und Probleme undogmatisch und unvoreingenommen sachlich anpacken. Das habe er bisher immer so gehandhabt und es sei ihm meistens so gelungen.
Mit Blick auf die Wahlen zum Bundestag und Landtag sprach Koch dann kurz überregionale Themen an.
Er betonte aber, dass sein Fokus aktuell auf Pfungstadt gerichtet sei, wofür er sich vor knapp 1,5 Jahren entschieden habe. Er habe das noch keine Sekunde bereut. Hier müssten primär die Weichen richtig gestellt werden. Sollte er zum Bürgermeister gewählt werden, brauche er gemeinsame Unterstützung mit Solidarität, Verlässlichkeit und vertrauensvoller Zusammenarbeit.

 
 

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